Judo

Judo ist ein von Jigoro Kano aus Stilen des Jujitsu abgeleiteter Mattenkampfsport. 1964 wurde es in Tokio erstmals olympische Disziplin, was dem Judo weitere starke Popularität verliehen hat. Es setzt sich aus Würfen, Armhebeln, Würge- und Festhaltegriffen zusammen, wobei aber heutzutage Kraft und Körpergewicht eine so bedeutende Rolle spielen, dass mit der Zeit immer mehr Gewichtsklassen eingeführt werden mussten. Alle besonders gefährlichen Aktionen wie zum Beispiel Schlagtechniken und Druckpunkte sind durch die Kampfregeln verboten und werden deswegen praktisch auch nicht gelehrt. Somit ist das Judo zur Selbstverteidigung auch nur sehr beschränkt geeignet, was es allerdings auch nicht als sein primäres Ziel ansieht.

Der ursprünglich von Kano stark betonte spirituell-philosophische Hintergrund im Sinne des Bushido, des Nachgeben als Weg zum Sieg, der Bewegungsharmonie als Ausdruck der tragenden Geisteshaltung, der Entfaltung der ethischen Persönlichkeit und dergleichen wurde mittlerweile zugunsten eines rein sportwissenschaftlich fundierten Kraft- und Techniktrainings auf den Wettkampferfolg hin zunehmend in den Hintergrund gestellt. So wurde aus dem ursprünglichen "Budo" ein nüchterner "Leistungssport". Parallel zu dieser Entwicklung ist es beim Judo zu einer allmählichen Schwächung der seinerzeit noch absoluten Dominanz der Japaner gekommen.

Der von hohen Idealen getragene Schöpfer des Judo, Jigoro KANO, wurde 1860 als dritter Sohn in Mirage bei Kobe geboren und übersiedelte mit 11 Jahren mit seinen Eltern nach Tokio. Mit 17 Jahren begann er, Fujitsu zu lernen, und zwar zunächst die Tenjin Shinzo Schule bei Fukuda Hachinosuke. Mit 21 Jahren beendete er sein Studium der Philosophie, Pädagogik und Politikwissenschaften an der Tokioter Universität und wandte sich unter Iikubo Tsunetoshi der Kita Schule des Fujitsu zu. Im folgenden Jahr gründete er im Eishoji-Tempel in Shitaya sein erstes eigenes Dojo. 1884, Kano war damals 24 Jahre, gründete er in Tokio den Kodokan, das künftige Weltzentrum des Judo, so dass dieses Jahr als die Geburtsstunde des Judo gelten kann.

Die Ermunterung zur eigenschöpferischen Tätigkeit im Sinne des Judo hatte Kano als Student in Tokio von dem deutschen Medizinprofessor Erwin von Balz empfangen, dem "Wiedererwecker" des Jujitsu in Japan. Da auch andere schöpferische Fujitsu-Experten jener Zeit ihr System "Judo" nannten, d.i. "flexibler Weg", wurde Kanos Variante meist als "Kano-Judo" bezeichnet. 1889 wurde Kano Geschäftsführer der kaiserlichen Mission in Europa und machte in jenem Jahr anlässlich seines Aufenthalts in Marseille Europa erstmals mit seinem "Kano-Jujitsu" bzw. "Kano-Judo" bekannt.

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